In eigener Sache: Ich wechsle im Juni zur NZZ

Ab Mitte Juni darf ich zusammen mit Lorenz König im Social Media Board die digitalen Geschicke der NZZ-Präsenzen auf Social Media lenken und im “Community Management” an der Schnittstelle von Redaktion und Online-Community wirken.  Wer meinen beruflichen Weg kennt, dürfte über diesen nächsten “big step” kaum verwundert sein. Für mich ist damit auch ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. 

Der theoretische Ansatz der historischen Pfadabhängigkeit (ich liebe es erlernte politologische Termini  in der Schreibpraxis anwenden zu können) kann ich für einmal auch meine Berufsbiographie übertragen.

Der Reihe nach:

Nach einem kurzen Ausflug in der Bundesverwaltung kurz nach Abschluss meines Studiums durfte ich vor 5 Jahren die Geburtsstunde eines innovativen Web-Startups Politnetz.ch an vorderster Front miterleben. Damals (2009) existierte die Berufsbezeichnung “Community Management” als abstrakter Begriff. Die konkrete Ausgestaltung unserer Vision von e-Partizipation und digitalem politischen Diskurs oblag mir. Denn wie man von null auf viele neue User an eine Plattform bindet, dafür gab es damals wenig Anleitungen.

Viele Ideen probiert ich nach dem “Trial and Error”-Prinzip aus.  Gerade bei PolitikerInnen – einer eher internetunaffinen Zielgruppe- wirkte die Umsetzung eines ausgewogenes On&Offline-Massnahmenbündel am Effektivsten: Von Workshops, Online-Begleitung von Polit-Events, Email-Kampagnen, Social Media-Arbeit liessen wir nichts unversucht, um möglichst viele neue UserInnen für einen breiten politischen Online-Diskurs  auf unserer Plattformen zu gewinnen.

Bei der OFWI (heute CRIF Teledata) hatte ich die Möglichkeit mit verschiedenen Formen von Web-Content rund um unsere Wirtschaftsdaten zu experimentieren. Diese Aktivitäten befruchteten unsere Medienarbeit insbesondere im datenjournalistischen Bereich.

Meine Wechsel zu einem Medienhaus ist daher- aus meiner Warte- fast schon ein logische Konsequenz des eingeschlagenen Wegs.

Die bisherigen Erfahrungen aus journalistisch “artverwandten”  Tätigkeiten im Data Storytelling und mein Knowhow in Communitybuilding und Userengagement darf ich nun in meiner neuen Tätigkeit einsetzen.

Ich freue mich darauf den Digitalisierungsprozess einer grossen renommierten Medienmarke zu unterstützen und neue Formen von partizipativen Journalismus auszuprobieren. Und ich freue mich noch mehr auf neue Gesichter und vertraute Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich bereits schon in der Vergangenheit intensiv und erfolgreich zusammenarbeiten durfte.

Das neue Kapitel darf beginnen.

 

 

2 Gedanken zu „In eigener Sache: Ich wechsle im Juni zur NZZ“

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